Ratgeber
Die Live-Diashow zur Hochzeit.
Von Max Bryselbout · Aktualisiert im August 2026
Während gefeiert wird, erscheinen auf der Leinwand die Fotos, die eure Gäste gerade eben aufgenommen haben. Diese Fotowand verändert die Stimmung des Abends, und sie sorgt dafür, dass deutlich mehr hochgeladen wird. Hier steht, welche Technik ihr braucht, wie ihr sie startet, und was eine schöne Projektion von einem nüchternen Raster trennt.
Was das ist, und warum sich das Album besser füllt
Eine Live-Diashow (oft auch Fotowand oder „Live Wall“ genannt) zeigt die Fotos, die eure Gäste gerade gemacht haben. Es ist kein Film, den jemand vorher geschnitten hat: Die Bilder kommen im Lauf des Abends dazu, wenige Sekunden nach dem Hochladen. Eure Gäste scannen den QR-Code auf den Tischen, laden ohne Konto und ohne App hoch, und es erscheint. Die Diashow ist nur die sichtbare Seite eines gemeinsamen Hochzeitsalbums: Alles, was hochgeladen wird, landet dort, und ihr nehmt am Ende alles mit.
Der greifbarste Effekt liegt genau hier: Wer sich selbst auf der Leinwand sieht, lädt mehr hoch. Ein Foto, groß vor dem ganzen Saal, ist eine kleine Anerkennung, und die macht den anderen Lust, ihres auch zu versuchen. Ohne Bildschirm scannen viele einmal und vergessen es dann; mit der Fotowand wird das Sammeln zum Spiel des Abends. Das gilt genauso auf einer Firmenfeier oder einem großen Geburtstag, wo die Fotowand das Eis bricht.
Die Technik: was ihr braucht
Nichts Exotisches. Drei Dinge genügen:
- Einen Bildschirm oder einen Beamer. Der Fernseher der Location, ein Bildschirm auf Stativ, oder ein Beamer mit Leinwand oder heller Wand. Je größer das Bild, desto stärker die Wirkung.
- Einen Rechner, eine Box oder einen HDMI-Stick. Irgendein Gerät, das eine Webseite im Vollbild öffnen kann: ein Laptop am HDMI-Kabel, ein Chromecast, ein Apple TV, ein Fire TV Stick, notfalls ein Tablet.
- Eine Internetverbindung. Das WLAN der Location, wenn es stabil ist, sonst ein mobiler Hotspot vom Handy. Eine Verbindung, die den ganzen Abend durchhält, zählt mehr als eine hohe Spitzengeschwindigkeit.
Auf Gästeseite braucht es weder Technik noch Installation: ihr Handy und der QR-Code genügen.
Die Diashow starten, in drei Handgriffen
- Legt das Album an und holt euch den QR-Code, wie für jedes Einsammeln: Es ist dasselbe Album, das die Diashow speist.
- Öffnet die Seite Live-Diashow aus eurem Organisationsbereich, auf dem Gerät, das am Bildschirm hängt.
- Geht in den Vollbildmodus und lasst sie laufen: Jedes neue Foto reiht sich von selbst ein, ohne dass ihr irgendetwas anfassen müsst.
Medley ist in der Testphase: unbegrenzt Fotos und Videos, in Originalqualität, Live-Diashow inklusive, und es wird nichts berechnet. Das Album wird mindestens bis zum 31. Dezember 2026 aufbewahrt. Ein Rat aus der Praxis: Probiert die Projektion am Vorabend aus, unter den Bedingungen der Location, statt sie vor den Gästen zum ersten Mal zu sehen. Der häufigste Stolperstein ist kein Softwarefehler, sondern ein fehlendes HDMI-Kabel oder ein Beamer, der nur VGA spricht.
Was eine schöne Fotowand ausmacht
Vorschaubilder in einem Raster zu projizieren, wie in der Galerie eines Handys, fällt schnell in sich zusammen. Eine schöne Fotowand ist eine Inszenierung:
- Vollbild auf unscharfem Grund. Jedes Foto füllt den ganzen Bildschirm, und der Rand daneben wird von einer unscharfen Fassung desselben Bildes gefüllt, statt von schwarzen Balken.
- Sanfte Bewegungen. Ein leichter Ken-Burns-Effekt und Überblendungen geben Rhythmus, ohne schwindelig zu machen.
- Wechselnde Kompositionen. Vollbilder und Mosaike aus mehreren Fotos abzuwechseln, verhindert die Eintönigkeit eines immer gleichen Durchlaufs.
- Videos mittendrin, ohne Ton. Sie laufen im selben Fluss wie die Fotos, im Vollbild, aber stumm: Eine Projektion läuft über der Musik des Abends, und ein Handyton auf der Anlage würde die Stimmung zerschneiden.
- Reaktionen auf der Leinwand. Wenn Gäste von ihrem Handy aus reagieren, zieht ein Emoji-Regen über das Bild: Die Wand wird lebendig, nicht nur eine Abfolge.
Genau diese Sorgfalt trennt eine Fotowand, an die man sich erinnert, von einem Bildschirmschoner. Wie sich dieser Ansatz gegen andere schlägt, steht in unserem Vergleich der Hochzeits-Foto-Apps.
Die Kontrolle über das, was zu sehen ist
Öffentlich zu projizieren verlangt ein Sicherheitsnetz. Als organisierende Person könnt ihr ein Foto aus der Diashow nehmen und, je nach Einstellung, jeden Upload freigeben, bevor er auf die Leinwand kommt. Damit fällt ein misslungener Screenshot heraus, oder ein Foto, das ein Gast lieber für sich behalten möchte.
Medley setzt keine Gesichtserkennung ein: Die Fotos werden weder analysiert noch nach Gesichtern sortiert. Gehostet wird in der Europäischen Union, in Frankreich bei OVH, DSGVO-konform; die Einzelheiten stehen auf Event-Fotos in der EU gehostet. Wenn ihr den Abend noch weiter tragen wollt, denkt an das Foto- und Video-Gästebuch, das die Worte eurer Gäste im selben Album sammelt.